Auf dem Mercedes-Platz alles im Zeitplan

Koordinierter Materialeinsatz

Im Oktober 2018 eröffnete das neue Stadtquartier Mercedes Platz, das Berliner Großprojekt an der Spree liegt damit im Zeitplan. Peri Ingenieure unterstützten den Baufortschritt mit einem projektspezifisch angepassten Einsatz von Schalungs- und Gerüstsystemen – auf Basis einer vorausschauenden Takt- und Einsatzplanung sowie einem kontinuierlichen Baustellensupport während der gesamten Bauphase. Rd. elf Jahre nach Eröffnung der Mercedes-Benz Arena (ehemals O2-World) wurde am 13. Oktober 2018 im Berliner Ortsteil Friedrichshain auf dem Gelände des ehemaligen Ostgüterbahnhofs an der Mühlenstraße der neue Gebäudekomplex eröffnet. Das neue, lebendige Stadtquartier zwischen Multifunktionsarena und Spree wurde im Zeitplan fertiggestellt. Bereits ein Jahr zuvor war der Rohbau am Mercedes Platz nahezu abgeschlossen, die vier Teilbauwerke hatten mit knapp 30 m ihre endgültige Höhe erreicht.

Der gesamte Gebäudekomplex weist im Grundriss eine Abmessung von 160 m auf 128 m auf. Zum Mix aus Kultur, Unterhaltung, Leben, Arbeiten und Verweilen werden u. a. eine Music Hall für bis zu 4500 Besucher, ein hochmodernes Multiplexkino mit 14 Sälen, ein Bowlingzentrum, mehr als 15 Cafés, Restaurants und Bars sowie zwei Hotels mit insgesamt mehr als 370 Zimmern beitragen. Zudem entstehen 9000 m² Bürofläche mit Raum für 600 Arbeitsplätze sowie eine öffentliche Tiefgarage mit 400 Stellplätzen. Der öffentliche, mit Platanen bepflanzte Platz oberhalb der Tiefgarage inmitten des Gebäudeensembles zwischen Arena und Spreeufer lädt zum Flanieren und Verweilen ein.

Der Rohbau des Gebäudekomplexes am Mercedes Platz konnte innerhalb von 16 Monaten Bauzeit fertiggestellt werden.

Der Rohbau des Gebäudekomplexes am Mercedes Platz konnte innerhalb von 16 Monaten Bauzeit fertiggestellt werden.

4 Gebäude in 16 Monaten Bauzeit

Zwischen Spatenstich und Richtfest wurden nur 16 Monate Bauzeit benötigt, um die vier Gebäude mit jeweils 26,5 m Höhe und insgesamt 70 000 m² überirdischer Bruttogeschossfläche fertigzustellen. 100 000 m³ Erde wurden ausgehoben sowie mehr als 60 000 m³ Beton und knapp 10 000 t Bewehrungsstahl verbaut. Generalübernehmer Hochtief Building lag damit im vorgegebenen Zeitplan. Rd. 100 Firmen waren in das Bauprojekt eingebunden und bis zu 800 Menschen auf der Baustelle beschäftigt.

Eine wesentliche Grundlage für die kurze Bauzeit bildete ein vorausschauend koordinierter Materialeinsatz mit komplett durchgetakteten Abläufen. Bspw. waren bis zu 10 000 m³ Skydeck Paneel-Deckenschalung im stetigen Einsatz beim Schalen der Geschossdecken. Aufgrund des Fallkopfsystems konnte bereits früh nach dem Betonieren wieder ausgeschalt werden, sodass Paneele und Längsträger wieder frei waren für den nächsten Abschnitt. Das verringerte die Materialvorhaltung deutlich.

Auch die Anforderungen an die Traggerüste waren vielfältig; Tragfähigkeit, Aufbauhöhe und Anpassungsfähigkeit stellten ebenso wichtige Kriterien dar wie Einzelteilgewichte oder auch die Möglichkeit, Arbeitsflächen und Zugänge zu integrieren. Die Peri Ingenieure mussten bei ihrer Planung neben der Lastgeometrie insbesondere die Bauwerksgeometrie mit unterschiedlichen Aufstandsflächen berücksichtigen.

Multiprop Aluminium-Deckenstützen

Universell einsetzbar war hierbei die Multiprop Aluminium-Deckenstütze – als leichte und tragfähige Einzelstütze und als mittels Rahmen verbundener Stützturm zur Ableitung hoher Lasten über große Höhen hinweg. In den Kinosälen unterstützten Stütztürme auf Basis des Peri Up Flex Modulgerüstsystems die Verbundträger der Dachkonstruktion.

Neben einer an den jeweiligen Bauablauf angepassten Materialbereitstellung aus dem Peri Mietpark unterstützte auch ein Peri Projektkoordinator die Durchführung der Großbaustelle. In den wöchentlichen Baustellenbesprechungen mit den Hochtief-Baustellenverantwortlichen konnten Schalungsdetails angesprochen und geklärt sowie die nächsten Abläufe bewertet und koordiniert werden. In enger Abstimmung und basierend auf einer erprobten Zusammenarbeit ließen sich die Materialmengen dem tatsächlichen Bauverlauf stetig anpassen und optimieren. Der Bauleitung stand somit ein kompetenter Ansprechpartner während der gesamten Bauphase für alle technischen, kaufmännischen und logistischen Aufgabenstellungen entlastend zur Verfügung.

 

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