Aufwändiger Pavillion mit Scafom-rux Gerüst in Essen errichtet

Wahl zur "Grünen Hauptstadt Europas 2017"

Essen (ABZ). – Die Essener Innenstadt stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas„. Damit nimmt Essen als „grünste Stadt Nordrhein-Westfalens“ international eine Vorbildrolle ein für den erfolgreichen Strukturwandel einer ganzen Region. Aber nicht allein die Anzahl der Bäume war den Juroren der Europäischen Kommission wichtig, sondern auch brennende Themen wie Nachhaltigkeit, hohe Umweltstandards, Natur- und Biodiversität, Abfallmanagement und vor allem realistische Visionen für eine umweltgerechtere Stadtentwicklung. Die renommierte Firma Grund Gerüstbau aus Kamp-Lintfort erhielt den Zuschlag für die Errichtung eines spektakulären Pavillons am Essener Kennedyplatz – einer der Aktionsorte der „Grünen Hauptstadt“. Für diesen hatte man sich allerhand ausgedacht: Das Dach sollte begehbar sein und mit Rasenfläche ausgestattet, ein Personenaufzug sollte parallel zu den Treppenaufgängen installiert werden, Bar und Chill-out-Lounge durften nicht fehlen; ebensowenig eine Schaukel – gekrönt wurde das Ganze schließlich durch einen Wasserfall. Was auf dem Papier noch relativ einfach ausgesehen haben mochte, erwies sich in der Realität als ein hoch spannendes Projekt mit präzise abgestimmten Funktionalitäten, die man so im Gerüstbau nicht oft findet. Die Nutzlast der oberen Etage des 23 m x 14m großen und 5,50 m hohen Pavillons sollte 500 kg/m² betragen. Drainagen mussten eingebaut werden, um das Dach zu entwässern. Ein Wasserbecken wurde oben als Startbecken für die Wassereinspeisung des Wasserfalls angelegt, Lichtleitungen mussten verlegt werden und die technische Logistik für die aufgesetzte 2,5 t-Gastronomiehütte musste natürlich auch funktionieren. Die breiten Treppenrampen mit Belastungswerten von 5kN/ m² wurden aus dem für Treppentürme optimal geeigneten Ringscaff-Material des Hagener Hersteller Scafom-rux Gerüst gebaut, während die Unterkonstruktion selbst aus einem eigens von Grund Gerüstbau entwickelten, hochtragfähigen Kubus-System bestand, das der Gesamtkonstruktion nicht nur den technischen, sondern auch den optischen Kick gab. Vor allem abends erzeugte die vielfarbige Beleuchtung des Pavillons und der Kontrast zwischen chilliger Rasenfläche und traditionsverhaftendem Stahl eine Atmosphäre, die den Blick einer montanindustriegeprägten Stadt in die Zukunft nochmal imposant verdeutlichte.

In einer Reihe mit vorherigen „Green-Capital“-Preisträgern wie Stockholm, Hamburg und Kopenhagen kann Essen stolz sein, einen weiteren Beitrag geleistet zu haben, um das Ruhrgebiet aus seiner vermeintlich bekannten Schublade zu holen. Und die Firma Grund Gerüstbau hat mit ihrer Leistung wieder einmal „guten Grund“, sich eine große Scheibe Stolz abzuschneiden.

Text: Allgemeine Bauzeitung / Foto: Grund/Scafom-Rux

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