Schallschutzelemente samt Rüstung versetzt

Komplett am Haken

München (ABZ). – Wenn eine Baustelle wandert, kann es wirtschaftlich Sinn machen, auch die Baustellenperipherie mitwandern zu lassen, statt die gesamte Baustellenlänge z. B. mit Schallschutzwänden zu bestücken.

Der komplette Versatz von Scafom-rux-Ringscaff-Verbünden inklusive Scaffguard-Verkleidung war für Krämer Gerüstbau dank cleverer Vorbereitung in kürzester Zeit möglich. geruest.com

Der komplette Versatz von Scafom-rux-Ringscaff-Verbünden inklusive Scaffguard-Verkleidung war für Krämer Gerüstbau dank cleverer Vorbereitung in kürzester Zeit möglich.

Und wenn eine Baustelle schnell wandert, braucht es eine vorausschauende Planung und modulare Lösungsansätze, um sich optimal in oftmals extrem engen Zeitfenstern bewegen zu können. Florian Krämer von Krämer Gerüstbau sind genau diese „Tüftelaufträge“ die Liebsten. So zuletzt beim fortschreitenden Bau der Tiefgarage Tom und Hilde nahe der Münchener Altstadt.

Ein komplettes Parkhaus wird hier innerhalb von zwei Jahren durch eine moderne Tiefgarage ersetzt, um den freiwerdenden Platz oberhalb für eine Geschäfts-/Wohnhaus- /Grünanlagenkombination zu nutzen. Krämer Gerüstbau setzt bei der Baustelle großflächig auf die Scaffguard-Gerüstverkleidung von Scafom-rux, die im Zusammenspiel mit dem Ringscaff-Modulgerüstsystem für effektiven Schall- und Staubschutz sorgt.

Um nun die Vorwärtsbewegung der gewaltigen Baumaschinen in der sogenannten Phase 4 des Baufortschritts schallschutztechnisch zu begleiten, wurden neben den fixen Gerüst-/Verkleidungskombinationen in verschiedenen freistehenden Varianten auch 11 m lange Lärmschutzelement-Module aus Ringscaff und Scaffguard konstruiert, die komplett per 80-t-Kran versetzt werden können. Dazu entwickelte Krämer eigene Krantraversen zur Anbindung aller relevanten Modulgerüststiele eines Elements.

Auch für die 1,6-t-Ballastierungseinheiten wurden Versetzbefestigungen zum schnellen Ein- und Ausbau im Eigenbau hergestellt, denn für den kompletten Versatzvorgang bestand nur ein Arbeitstag Zeit.

Florian Krämer: „Die extrem leichte und simple Bauweise des Scaffguard-Plattensystems kam uns beim Versetzen der kompletten Gerüstelemente natürlich sehr entgegen. Aufwändigere Schutzsysteme wären hier gewichtsmäßig und vom Handling her schnell an ihre Grenzen gestoßen, denn für großartige Zusatzmaßnahmen gegen Verschiebungen oder Verkanten war einfach keine Zeit.“

Bis zur Fertigstellung des Bauprojekts wird es noch einige Zeit dauern, aber bei Krämer Gerüstbau konnte man bislang immer wieder zeigen, dass vorausschauende, wirtschaftliche „Ingenieur-Denke“ im Zusammenspiel mit zuverlässigen und pfiffigen Materiallösungen effizient dazu beitragen kann, Probleme im Voraus auszuschließen und Budgets zu schonen.

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