Umsatzwachstum um 5,5 Prozent prognostiziert

Bauwirtschaft erwartet solides 2020

Der Wohnungsbau bleibt der stärkste Wachstumstreiber der deutschen Bauindustrie: Für das laufende Jahr rechnen die beiden größten Branchenverbände mit rund 300 000 neuen Einheiten, wie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) vor Kurzem in Berlin mitteilten. Das wären rund 13 000 Wohnungen mehr als noch im Jahr davor. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2021 jährlich rund 375 000 neue Wohnungen auf den Markt zu bringen, wäre damit allerdings erneut verfehlt. Für das kommende Jahr rechnet der HDB mit 310 000 neuen Wohnungen. 2019 markiert das neunte Jahr in Folge, in dem die Gesamtumsätze der Branche deutlich gestiegen sind. Allerdings nimmt das Wachstumstempo allmählich ab.

Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 8,5 Prozent

Für 2019 rechnen die beiden Verbände mit einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 8,5 Prozent auf 137,2 Milliarden Euro, nach einer Steigerung im Vorjahr von gut 11 Prozent auf 126,6 Milliarden Euro. Da die Baupreise im Jahresdurchschnitt um 5,5 Prozent gestiegen sind, liegt das preisbereinigte (also reale) Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe damit bei +3 Prozent. ZDB-Präsident Quast erläuterte, dass die Grundpfeiler im Wohnungsbau weiter stabil seien. Das betreffe insbesondere die hohe Erwerbstätigkeit, reale Einkommenszuwächse, anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen sowie eine weiterhin hohe Binnenwanderung in die Ballungsgebiete. Beim Wohnungsbau gehen die Verbände für 2019 derzeit von einem Wachstum von 7 Prozent aus. Um Planungssicherheit für die Unternehmen zu schaffen, müssten langfristige Impulse gesetzt werden, wie die dauerhafte Erhöhung der Afa von 2 Prozent auf 3 Prozent.

Verbände sehen positiven Trend

Für den Wirtschaftsbau prognostizierten Bauindustrie und Baugewerbe eine ambivalente Entwicklung: Während die (Hoch)-Baugenehmigungen bei Fabrik- und Werkstattgebäuden seit drei Monaten rückläufig sind, zeigen die Baugenehmigungen für Lager- und Handelsgebäude sowie Büro- und Verwaltungsgebäude aufsteigende Tendenz. Die stabile Entwicklung bei den Handels- und Lagergebäuden ist vom privaten Konsum angetrieben. Einen positiven Trend sehen die Verbände im Wirtschaftstiefbau.

„Dieses führen wir vor allen Dingen auf die Investitionen für Bahnstrecken, Brücken- und Tunnelbauten der Deutschen Bahn zurück. Der Bundeshaushalt sieht hier für das kommende Jahr noch einmal eine Erhöhung der Investitionszuschüsse um 1,1 Milliarde Euro auf 6,6 Milliarden Euro (+18 Prozent) vor“, so Hübner.

 

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